Zwei Jahre – Zwei Welten

Zwei Jahre können manchmal Welten ausmachen. Für mich sind nicht nur die letzten zwei, sondern eigentlich sogar die letzten fünf Jahre wie im Flug vergangen. 2013 habe ich die Ausbildung zur Fotografin begonnen und diesen Sommer wird es zwei Jahre her sein, dass ich sie abgeschlossen habe. Und beides kommt mir vor wie gestern. In der Zeit als Auszubildende habe ich meine Freizeit fast immer mit Fotografieren verbracht. Ich wollte mich ein bisschen vom Alltag im Studio lösen, keine öden Familienfotos oder Passbilder machen.

Im Sommer 2016 hat sich dann Marie  auf einen meiner Posts in einer Facebook-Fotografen-Gruppe gemeldet. Eigentlich habe ich nach einem Paar gesucht, aber Maries super liebe Nachricht führte dazu, dass wir uns direkt zum Fotografieren verabredet haben. Da ich in der Ausbildung überwiegend im Studio mit Blitzlicht gearbeitet habe, suchte ich für solche freien Shootings immer die Natur auf, wo ich mit Tageslicht arbeiten konnte. Wir hatten einigermaßen gutes Wetter, also gingen wir in den Hamburger Park „Planten un Blomen“ und haben dort ein paar Stunden verbracht. Hier ein paar Ergebnisse aus diesem Shooting:

Wenn ich mir diese Fotos jetzt anschaue, muss ich ein wenig schmunzeln. Technisch sind sie nicht schlecht, aber die ganze Serie ist irgendwie ein Wirrwarr. Immer nur ein paar Fotos an einer Stelle, gleiche Pose, gleiche Perspektive und der gleiche Bildauschnitt. Allgemein fehlt es irgendwie an einer Idee, was dazu führt, dass die Strecke etwas holprig wirkt.

Am Ostersonntag habe ich mich zum zweiten Mal mit Marie zum Fotografieren getroffen. Wir hatten zwar immer etwas Kontakt über Social Media, aber gesehen haben wir uns in diesen zwei Jahren nicht. Da sind wir wieder beim Thema vom vorherigem Post. Manchmal ist das Internet schön. Ich wusste ich würde über Ostern ein paar Tage in Hamburg sein, also fragte ich Marie einfach bei Instagram ob sie Zeit für mich und Lust hätte, um vor meiner Kamera zu stehen. Wir verabredeten uns auf halber Strecke zu unserer Location im Stadtteil Wilhelmsburg. Bis dahin haben wir eine halbe Ewigkeit gebraucht, denn genau an dem Wochenende wurde natürlich auf genau der Strecke ein Teil der S-Bahn Fahrt durch Schienenersatzverkehr ersetzt. Aber die lange Fahrt und die kleine Odyssee haben sich gelohnt. Wir wurden mit einem Ort belohnt, der uns beiden viel Inspiration gab. Hier seht ihr jetzt ein paar Bilder aus dem zweiten Shooting.

    

Beim Anschauen der Bilder ist mir dann aufgefallen, was diese zwei Jahre in Fotos ausmachen. Nicht nur Maries Frisur hat sich krass geändert. Auch mein Stil ist komplett anders. Klar, trägt der Look eines Models immer viel zum Endprodukt bei, aber ich bin mir sicher, dass die Bilder vor zwei Jahren mit diesem Look und dem Outfit anders ausgesehen hätten. Zumal ich vor zwei Jahren bestimmt nicht an dieser Location fotografiert hätte. Ich habe bei einigen Shootings das Gefühl ich würde in Dauerschleife arbeiten- immer wieder die gleichen Fotos schießen. Wenn man sich dann mal ältere Fotos anschaut, merkt man auf einmal, dass man gar nicht still steht, sondern sich ordentlich bewegt hat.

Das Shooting mit Marie war ein Spaziergang, durch uns fremde Stadtteile, der mir gezeigt hat, dass ich total Spaß an der Art von Fotos habe, die ich in letzter Zeit aufnehme. Es ist schön, an einem Punkt zu sein, an dem man einfach glücklich ist.

Vielen Dank für diese spaßige Stadtrundfahrt und diese tollen Bilder, Marie! Es war mir ein inneres Blumenpflücken!

by the way: Marie steht nicht nur vor, sondern auch häufig hinter der Kamera. Hier geht es zu ihrem Instagramprofilen: Marie als Model // Marie als Fotografin

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