Wenn Fotografen Fotografen fotografieren.

Selten kann man alle Fotografen über einen Kamm scheren. Aber wenn ein Klischee stimmt, dann ist es auf jeden Fall das, dass es keine Fotos von Fotografen gibt. Irgendwie sind Fotografen immer Menschen die sich gerne hinter der Kamera verstecken und sich dort sicher fühlen.

Eigentlich total doof. Denn so weiß man gar nicht, wie sich ein Mensch fühlt, wenn er vor der Kamera steht. Meine Freundin Denise von Mainise (klickt da drauf!) hat meinen Freund Jannis und mich letztens fotografiert. Wir waren an einer wunderschönen Location etwas außerhalb Bremens, die ich ihr eh zeigen wollte. Jannis ist es tatsächlich eher gewohnt fotografiert zu werden, da er mir ja stets als Testobjekt zur Seite steht. Ich stehe allerdings eher selten so richtig vor der Kamera. In der Ausbildung haben meine Studiomädels und ich zwar immer viel ausprobiert und uns daher gegenseitig fotografiert, aber so ein richtiges Shooting hatte ich noch nicht allzu oft.

Ich glaube, die Tatsache, dass die eine Fotografin die andere fotografiert, macht die Sache noch viel komischer. Denn das Gefühl kenne ich auch: man ist nervöser, wenn man Berufskollegen fotografiert. Und als Fotograf vor der Kamera, schaltet man auch nicht so richtig ab. Wie viel hat sie drauf? Stehen wir gut oder sollten wir uns nochmal drehen? Was mache ich eigentlich mit meinen Händen? Aber da ich weiß wie die Bilder von Denise aussehen, habe ich versucht sie zu ignorieren und so zu tun, als sei es das normalste der Welt, irgendwo zu zweit im Naturschutzgebiet zu stehen. Und ich glaube das ist der Knackpunkt! Vertraut dem Fotografen und lasst euch fallen. Und dann enstehen solche Sachen.

 

 

Vielen Dank für diesen lustigen, ereignisreichen und ein wenig chaotischen Abend (wir wurden zwischendurch von zwei Polizisten rausgeschmissen), Denise! Ich werde jetzt 238 Abzüge bestellen und die Wohnung tapezieren.

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