Von Lichtspielen und Fernauslösern

Ich habe manchmal Momente, da möchte ich fototechnisch etwas ausprobieren und es passt dann entweder nicht für Kundenfotos oder ich habe demnächst kein freies Shooting geplant, um die Idee umzusetzen.

Also fotografiere ich mich selber.

Das passiert eher selten, als regelmäßig, aber ich habe eine kleine Leidenschaft für Selbstportraits entwickelt. Und lustiger Weise habe ich dann immer eine ganz andere Sicht auf die Perfektheit des Fotos. Ich bin nicht perfektionistisch, kein Stück. Manchmal finde ich das etwas schade, weil ich mich frage wie meine Fotos aussehen würden, wenn ich es wäre.

Als gelernte Fotografin passiert es mir oft, dass ich mich beim Fotografieren etwas zu sehr auf die Technik und die Gestaltung des Bildes konzentriere. Bloß keine Hände anschneiden, der Fokus muss unbedingt sitzen, ist das überhaupt hell genug usw.

Und bei den Selbsportraits ist es mir egal. Klar versuche ich ein einigermaßen gutes Bild zu schießen, aber technisch sind sie immer etwas chaotisch. Das liegt vor allem daran, dass ich keine Geduld für ein perfekt scharfes Selbsportrait aufbringen will.

Dieses Mal war meine Aktion komplett spontan und ungeplant. Ich habe seit ein paar Wochen ein neues Objetiv und habe es bisher noch nicht so richtig auskosten können. Das hat mich geärgert, also fing ich an mich selber zu fotografieren. Der Aufbau für meine Selbsportrait ist oft total chaotisch. Wenn mich jemand dabei beobachten würden, würde er sich wundern. An dieser Stelle will ich eigentlich nur mal etwas Input, Mut und Inspiration geben, Sachen auszuprobieren. Man braucht nicht immer das beste Equipment. Vor allem nicht, um kreativ zu werden. So saß ich also im Wohnzimmer am Fenster, eingeschlungen in die schwarze Gardine und drückte auf den Fernauslöser.

Im Schlafzimmer kommt abends immer die Sonne total schön durch. Und jedes Mal, wenn ich das sehe, denke ich: „Maaan, ich will in so einem Licht fotografieren“ Also- warum nicht einfach mal machen? Ich stellte einen Fuß des Stativs auf die Kommode, die anderen zwei auf den Boden und setzte mich mit meinem Fernauslöser auf ein Regal, dass in der Ecke mit dem schönem Licht steht. Das wars. Eine Kamera, ein bisschen schönes Licht und ich.

 

 

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